Heimische Hunderassen auf den Kanaren
Die Geschichte der Kanarischen Inseln ist seit jeher fest mit Hunden verbunden. Nicht umsonst geht der heute gebräuchliche Name des Archipels auf das lateinische Wort „canis“ (deutsch: Hund) zurück und auch das offizielle Wappen sowie die Flagge der autonomen Region präsentieren sich mit Hunden als Schildhalter.
Bereits die Eroberer der Kanaren fanden die Vierbeiner auf der Inselgruppe vor, die höchstwahrscheinlich von Seefahrern zurückgelassen wurden. Diese brachten wiederum ihre eigenen Hunde mit, die sich mit der einheimischen Rasse vermischten. In jüngerer Zeit wurden hauptsächlich deutsche Schäferhunde eingekreuzt. Gleich vier aus landesweit 21 gelisteten Hunderassen werden vom Nationalen Kynologischen Dachverband “Real Sociedad Canina de España” (RSCE) als auf den Kanaren heimische Arten anerkannt. Die typisch kanarischen Rassen sind die Kanarische Dogge (Presa Canario) aus Gran Canaria und Teneriffa, der Pastor Majorero – ein Hütehund aus Fuerteventura, der Jagdhund „Podenco Canario“, der auf allen Inseln vorkommt sowie auch der Hütehund aus La Palma „Pastor Garafiano.“ Seit einigen Jahren wird der Lobo Herreño – ein Schäferhund aus El Hierro – außerdem als ethnische Gruppe angesehen und soll im Jahr 2020 zu einer weiteren eigenständigen Rasse werden.
Derweil arbeiten kanarische Züchter an der Herausbildung zweier weiterer Rassen; auf La Palma am „Ratonero Palmero“ auf El Hierro am „Podenco Enano“ (Zwergpodenco).Damit eine Hunderasse in Spanien als solche anerkannt wird, müssen dafür mehr als 50 homogene Exemplare nachgewiesen werden, deren Abstammung anhand einer DNA-Probe untersucht wird. Von da erhalten sie von der RSCE den Status als ethnische Gruppe, können nach drei Generationen und fünf nachgewiesenen Abstammungslinien als spanische Hunderasse anerkannt werden und acht bis zehn Jahre später sogar eine internationale Listung anstreben.
Es gibt weltweit über 340 bis 800 Hunderassen, abhängig davon, welche Zuchtverbände und inoffiziellen Rassen mitgezählt werden. Die FCI (Fédération Cynologique Internationale) erkennt offiziell rund 350 bis 367 Rassen an. Diese Zahl ist nicht fix und kann durch Anerkennungen neuer Rassen variieren.
- FCI-anerkannte Rassen: Ca. 357 Rassen (Stand 2025), unterteilt in 10 Gruppen.
- Gesamtzahl weltweit: Schätzungen gehen von über 340 bis hin zu 800 verschiedenen Rassen aus, inklusive nicht von der FCI anerkannter Typen.
- Vielfalt: Neben den FCI-Rassen gibt es zahlreiche regionale oder neue Züchtungen (z. B. Alopekis, Kokoni oder Altdeutscher Schäferhund).